Roadtrip Woche 2

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25.6. Versuch zwei Max in Bergamo abzuholen. Diesmal ist der Versuch geglückt. Max hat seinen Flieger erwischt, nur hat er sich nicht an die Absprache "Nur Handgepäck" gehalten.
Mit Koffer auf dem Schoss ging es für uns Zwei zurück an den Comer See.
Wie ein echter Mann hat er keinen Muks dazu gesagt und sich auch nicht einmal darüber beschwert, dass es unbequem sei mit Koffer auf dem Schoß. Chapeau!
Ihr habt sicherlich mitbekommen, wie sehr ich im letzten Blogpost von dem Comer See geschwärmt habe. Also haben wir spontan eine Planänderung gemacht und uns für 4 Nächte ein Airbnb am Comer See gesucht, statt wie ursprünglich geplant nur 1-2 Nächte zu bleiben.

 

 

25/26/27.6.
Angekommen am Airbnb wurde uns vor Ort die Möglichkeit des Upgrades gegeben. Statt der kleinen dunklen Erdgeschosswohnung, wurde uns die Loftwohnung im obersten Stock mit direktem Blick auf den See und sehr nettem Balkon gezeigt. Da so viele gefragt haben hier der Airbnb Link: https://de.airbnb.com/rooms/756030

Wie hätte ich da Nein sagen können?! ... Verhandlungstechnisch lief es nicht so gut. Ich möchte behaupten, dass es beim Feilschen um 10-15€ von großem Nachteil ist, in einem weißen Cabrio vorzufahren.
Egal wie ich den Preis zu reduzieren versuchte, die Antwort des Vermieters war stets lautstark lachend „you Drive here in a fancy sports car – You have enough money you pay the whole price“. ... Generell bin ich ziemlich gut im verhandeln, aber bei dem alten Italiener ging gar nichts. Nächstes Mal also weiter weg parken oder mit dem Fahrrad vorfahren.

Genug Geschichten erzählt. – Am ersten Tag sind wir durch unsere kleine Stadt Sala Comacina geschlendert und haben den Abend beim Essen ausklingen lassen. Danach ist Max, der schon um 5 aufgestanden ist um seinen Flug nicht zu verpassen, schlafen gegangen. Mir blieb endlich wieder etwas Zeit einen Blogpost zu schreiben! Ganz entspannt auf dem Balkon mit Blick auf den nun dunklen Comer See und die hell erleuchteten Ortschaften am Rande des Gewässers.

 

Am zweiten Tag sind wir mit dem Auto den See entlang Richtung Norden gefahren. Ein Atemberaubender Trip. Unzählige Prunkvillen und Schlösser reihen sich entlang der Wasserfront auf.
Der Comor See – reich geworden durch den Seidenhandel - behauste damals wie auch heute noch die Schönen und Reichen. Hollywoodstars verschiedenste Politiker und Wirtschaftsakteure können mit Stolz behaupten hier eine Sommerresidenz zu besitzen.
Auch wenn wir nicht zu den oben genannten Gruppen gehören, kann dank Airbnb und anderen Wohnungs-/Hotelangeboten heute jeder in den Genuss des Dolce Vita am Comer See kommen.
Unterwegs haben wir ein spätes Frühstück auf einer Parkbank direkt am See zu uns genommen.

   

Wir sind tatsächlich den ganzen Tag einfach nur im Cabrio rumgefahren mit ganz vielen Stopps auf dem Weg, in jedem Ort, der interessant erschien. Vergeblich haben wir nach einem richtig schönen Wasserzugang gesucht. Das einzige Manko, das mir in der Zeit am See aufgefallen ist.

Am Abend war wieder Entspannung angesagt! Auf dem Sofa mit offener Balkontür und Füßen an der frischen Luft draußen auf dem Balkon. Sehr sehr cool. Perfekt um noch einen Blogpost zu schreiben.
Der dritten Tag hatten wir leider Pech mit dem Wetter. Bis zum Mittag regnete und stürmte es. Am Nachmittag konnten uns die Wolken dann aber nicht mehr aufhalten und wir sind ganz in den Norden des Comer Sees gefahren. Dort steht unter anderem die Villa in der James Bond, Casino Royal gedreht wurde.

28.6. Am vierten Tag haben wir ausgeschlafen und sind dann um 11 Uhr Richtung Nizza gefahren.
Wir haben uns für die schnelle Variante mit Mautkostenpflichtigen Straßen entschieden, also: Autobahnen. Eine super langweilige Fahrt mit wenig schönen Landschaftseindrücken entlang der Autobahn. Eine Aufregung blieb aber für uns. Und zwar ein überraschender Regenschauer, der sich zu einem Hagelsturm über 15 Minuten entwickelte. Bei offenem Verdeck kam das nicht so gelegen.
Meine Theorie, dass bei über 120kmh kein Regen ins offene Cockpit gelangt, ist aufgegangen. Bis der Hagel kam.
Am nächstgelegenen Rastplatz sind wir schnell rechts rangefahren und mit „nur“ nassen Köpfen weitergefahren. Der Hagel wurde so stark, dass wir uns mit ungefährt 50 anderen Autos und LKWs dreispurig nebeneinander auf der 5 spurigen Autobahn unter einer Brücke „unterstellten“. 15 Minuten später war alles vorbei und die Fahrt konnte weiter gehen.

 

In Nizza haben wir wieder sehr spontan ein AirBnB Appartment unweit vom Hafen gemietet. Nachmittags blieb uns noch genug Zeit die Stadt zu erkunden und ein zwei Fotos zu machen. Danach sind wir noch ein wenig rumgelaufen und früh schlafen gegangen.

 

29.6. Abgemacht war heute um 7 aufzustehen und direkt zum Strand zu fahren. Einer von uns hat das nicht geschafft, also habe ich in der Zeit noch einige organisatorische Dinge für Montpellier erledigt (very last minute) und dann irgendwann gegen 9 sind wir los an den Strand gefahren. Endlich Strand! Das erste Mal auf dem gesamten Trip bisher.
Nach einem Schwim Workout sind Max und ich beide für 1-2 Stunden eingeschlafen und überraschenderweise erholt aufgewacht.
Abends zurück in Nizza sind wir schick essen gegangen und wollten danach die Bars ausprobieren. Unsere Vermietein war Kellnerin in einer Bar und meinte sie gibt uns einen Sonderpreis – die Ganze Nacht Happy hour. Zum Glück haben wir nach dem ersten Drink nach der Rechnung gefragt, denn die 15€ für einen kleinen Mojito haben mich nicht so glücklich gestimmt, wie die Happy hour das eigentlich machen sollte..

Naja so ist das.

30.6. Am nächsten Tag ging es früh Richtung Montpellier.

Hier sind wir mit 30 Minuten Verspätung in meiner Wohnung / WG für den nächsten Monat angekommen.
Die WG ist so lala, aber die Lage ist Super! Mitten im Stadtzentrum mit Balkon. Yes. Einen Monat werde ich es hier gut aushalten.

Da nichts in der Wohnung war außer Bett und Schreibtisch, musste ich erstmal Bettbezug, Kissen etc. kaufen.
Dann wurde den guten Martinique Zeiten zu Liebe Ti-Punch getrunken und wir sind um die Häuser gezogen.
01.07. Eine dumme Idee, vollkommen übernächtigt haben wir am nächsten Tag beide ziemlich schlechte Laune gehabt, sind aber dennoch etwas rumgefahren und haben und ein Weingut, ein Schloss und einen Strand angeschaut.

Um 22:30 Uhr ging es dann auch schon schlafen, denn am nächsten morgen war der Plan um 5 Uhr loszufahren um das lieb gewonnene Auto zurückzugeben. Und zwar in Freiburg, da der deutsche Fiat in Deutschland zurück gegeben werden musste.
02.07. Zwei Kaffee und 7 Stunden später sind wir schon in Freiburg angekommen, ich habe das Auto zurückgegeben und mich von Max verabschiedet. Max ist mit dem Zug zurück Richtung Bremen gefahren und ich in den Zug zurück nach Montpellier.
Jetzt sitzte ich im Zug und denke mir: „Das war eine verdammt dumme Idee, das Auto in Deutschland zurück zu geben.“ Aber dennoch ein Tag, der in Erinnerung bleibt.

Morgen ist der erste Arbeitstag in Montpellier und ich bin schon etwas aufgeregt. 😉 Wobei alles gut laufen wird. Das einzige Problem ist, dass mir der Charme auf französisch noch etwas fehlt.

 

In diesem Sinne. Wer jemals die Chance hat ein Roadtrip im Cabrio zu machen, sollte dies auf jeden Fall tun! Eine sehr sehr spannende Fahrt mit durchweg sehr positiven Eindrücken und viel viel Spaß!
Mir haben die Landstraßenfahrten deutlich besser gefallen! Autobahnfahrten sind unglaublich langweilig und die Natur ist kaum sichtbar.
Der beste Abschnitt des Trips/Urlaubs war definitiv Norditalien! Streckenmäßig der schönste Abschnitt war der Weg vom Allgäu nach Norditalien über die Gebirgspässe. Wenn nur wenig Zeit bleibt rate ich jedem diese beiden Abschnitte zu machen! Norditalien und die Gebirgspässe! Ja,... Ich habe mich ein wenig in die Gegend verliebt.

Riesen Dank an Fiat für die positive Reaktion auf meine sehr spontane Idee des Roadtrips und vielen vielen Dank für die Untersützung in Form des Autos! Es war eine riesen Gaudi!

 

Wer super interessiert ist und den ganzen Trip nochmal via Instastory Videos miterleben möchte - Hier ein Zusammenschnitt aller Instagramstories der zwei Wochen Roadtrip