Die richtige Organisation / was ist Zeitmanagement?

Kurz:

  • Wegzeiten optimieren
  • Erkennen was die individuellen Präferenzen sind
  • Filtern was wichtig ist; nicht alle Fakultativen Veranstaltungen bieten einen persönlichen Mehrwert
  • Möglichst viele Aktivitäten zusammenlegen (Z.b. Freunde treffen beim Sport – statt Sport und danach Freunde treffen)

 

Die richtige Organisation ist in jedem Studium einer der Schlüssel zum Erfolgreichen Abschluss. Aber nicht nur im Studium ist Zeitmanagement wichtig, auch im Alltag kann ein gutes Zeitmanagement von großem Vorteil sein.

Im Folgenden stelle ich am Beispiel meines Studienverlaufes meine Strategien dar.
Hierbei gibt es kein absolutes richtig und kein falsch, denn Organisation ist sehr individuell. Dennoch möchte ich kurz über das Thema sprechen, denn nicht jeder (mich eigeschlossen) weiß von Beginn an, wie man es am cleverstern macht die Zeit, die einem zur Verfügung steht optimal zu nutzen.

Zuerst ist es sinnvoll sich seinen Stundenplan mit allen obligaten Lehrveranstaltungen zu erstellen. Um diese Lehrveranstaltungen liegen auch meist die fakultativen Lehrveranstaltungen.
Schaut euch am Anfang alle Veranstaltungen an und selektiert dann, welcher Besuch Sinn macht und einen Lerneffekt bringt und welche Veranstaltungen eher Zeit rauben, als dass sie einen Mehrwert geben.

Dann kommt der nächste Schritt und es kann überlegt werden, welchen Hobbies man nachgehen möchte, wie viel Zeit mit Freunden verbracht werden soll und welche Aufgaben man sonst so neben der Uni hat;-Arbeit / Botengänge / Putzen etc.
Natürlich muss auch irgendwo genug Zeit fürs Lernen eingeplant werden.
Kurze Zeit (10 -40 min) zwischen zwei obligaten Lehrvernstlatungen ist oft leider tote Zeit.
Wenn aber mehr als eine Stunde zwischen zwei Veranstaltungen liegen, kann in dieser Zeit gelernt werden, Kaffee mit Freunden getrunken werden oder auch gesportelt werden.

Ganz wichtig ist für sich selber zu erkennen, wann die besten Lernzeiten sind. Wer besser nachts lernt, sollte nicht versuchen morgens zu lernen, nur um es so zu machen wie alle, nur um dann beim Lernen andauernd einzudösen.
Wer morgens kreativer ist, der sollte seine kreativen Aufgaben auf den Morgen legen.
Wer morgens gut auswendig lernt, sollte morgens auswendig lernen.
Wer nach der Vorlesung nicht mehr aufnahmfähig ist, sollte vielleicht im Anschluss sein Sportprogramm absolvieren um den Kopf frei zu kriegen und zum späteren Zeitpunkt wieder durchstarten.
Schaut individuell was wann am besten passt.

Netflix und Chill – ist zwar schön, aber wenn tatsächlich die Serie geschaut wird und nicht gechillt wird, ist das meist keine wirkliche Erholung für den Kopf und oft ist man nach der Serie weniger aufnahmefähig als zuvor.

Für mich hat am besten das Prinzip „Do it when you want to do it“ funktioniert. Beispiel folgt:
Ich habe mir aufgeschrieben oder überlegt, was ich in einer Woche oder gar einem Monat gerne machen möchte und was ich machen muss und dann geschaut, wie ich alles am besten unter einen Hut bekommen.
Ganz essentiell dabei ist es möglichst wenig Wege zu haben, denn auf dem Weg von Ort zu Ort innerhalb einer Stadt geht extrem viel Zeit verloren, die man nie wieder zurück bekommt.

Beispiel aus meinem Studium

Muss: Obligate Uni Kurse + Vor-&Nachbereitung (Lernen); Doktorarbeit, Essen (zum Überleben)

Will: Zeit für den Partner finden, möglichst oft Freunde Treffen, 3-4x Sport die Woche, Französisch Lernen, Geld verdienen, das Good Life zelebrieren

Alle Wege habe ich in der Regel mit dem Fahrrad zurück gelegt. Dabei ist der Bonus, dass es sehr schnell ist und jeden Tag bereits das Cardio Sport Programm allein durch die verschiedenen Wege absolviert ist.

Sport war für mich Fitness Center oder im Sommer Volleyball– bei beidem habe ich mich im Regelfall mit Freunden zum Sport verabredet. Entweder haben wir danach zusammen etwas gegessen oder ich habe mich mit irgendeinem anderen Freund zum Essen getroffen.
Generell lege ich das Fitness Programm, wenn möglich, immer vor die größte Mahlzeit des Tages.
Somit sind zwei-drei der „Will-Objekte“ bereits zusammen gefasst und Zeit wurde optimiert genutzt.
Zur Vor-&Nachbereitung der Unikurse haben wir uns oft getroffen, soweit es Sinn macht.
Das stumpfe Auswendiglernen geht dann besser alleine. Auch die Doktorarbeit musste alleine gemacht werden.
Französisch lernen geht am besten allein, Geld verdienen auch.

Ein ganz wichtiger Schritt ist auch zu lernen manchmal „Nein“ zu sagen. Ist der Wochenplan erstellt, sollte auch versucht werden, diesen zu erfüllen.
Falls noch 50 Seiten gelesen werden müssen, 10 Experimente für die Doktorarbeit gemacht werden müssen, 20 Emails geschrieben werden müssen, etc. dann sollte das gemacht werden, bevor man sich mit Freunden trifft oder ins Kino geht o.ä..
Wenn man sich diese Dinge vorgenommen hat, sollte man sich das fest in den Terminplan eintragen. z.b. „Termin mit der Doktorarbeit 10-14 Uhr“; „Termin mit dem Pathobuch 8-16 Uhr“.

Zum einen gibt es ein schlechtes Gewissen, wenn man diese Aufgaben nicht erfüllt. Zum anderen hat man eine Ausrede bei penetranten Freunden, die nicht locker lassen wollen und ein Nein nicht akzeptieren.

In diesem Blogpost ist alles sehr grob gehalten, aber ich hoffe trotzdem, dass ich kleine Hiflestellungen geben konnnte.
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